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Zwei Monate mit der BioTioo unterwegs: Mein ehrlicher Langzeit-Erfahrungsbericht nach 6.200km bis Barcelona.

Würde ich sie nochmal kaufen? Meine Antwort nach 58 Nächten und 41 autarken Stellplätzen.

Zwei Monate mit der BioTioo unterwegs: Mein ehrlicher Langzeit-Erfahrungsbericht nach 6.200km bis Barcelona.

Im Januar habe ich meinen Adria Twin gepackt und bin losgefahren.

Zwei Monate, alleine, von Baden Württemberg über Frankreich runter bis nach Barcelona und zurück.

Das hier ist mein ehrlicher Bericht darüber, wie sich die BioTioo im Alltag wirklich geschlagen hat.

Wer meinen ersten Artikel gelesen hat, weiß:

Die Suche nach der richtigen Toilette für meinen Adria Twin hat mich fast zwei Jahre beschäftigt.

Ich habe mir damals mehrere Modelle angeschaut, war auf der CMT, habe verglichen und gerechnet, und am Ende nach langer Recherche die BioTioo bestellt.

Theoretisch war ich überzeugt. Praktisch fehlte mir der Beweis.

Genau den habe ich mir jetzt geholt.

Kurze Anmerkung, weil mir Transparenz wichtig ist:

Dieser Bericht ist in Zusammenarbeit mit BioTioo entstanden, einzelne Inhalte wurden unterstützt. Was ich hier schreibe, bleibt aber komplett mein eigener Eindruck aus zwei Monaten realer Nutzung im Adria Twin – mit allem, was gut lief und mit dem, was anfangs gewöhnungsbedürftig war.

Originale Thetford-Kassettentoilette im Schwenkbad vor dem Umbau
Eingebaute BioTioo im Schwenkbad des Adria Twin

Vorher / Nachher – BioTioo Einbau

Der Einbau der BioTioo

Wer einen Adria Twin fährt, kennt das Schwenkbad.

Es ist im Prinzip dieselbe clevere Konstruktion wie im Pössl Summit:

Toilette, Waschbecken und Dusche auf kleinstem Raum, alles per Schwenkwand voneinander getrennt.

Und genau wie beim Summit ist der Platz nach dem Ausbau der serienmäßigen Kassettentoilette begrenzt.

Nicht jede Trenntoilette passt da rein.

Das war ja einer der Hauptgründe, warum ich mich für die BioTioo entschieden hatte.

Sie ist kompakt genug, um ins Schwenkbad zu passen.

Ausgebauter Toilettenplatz im Adria Twin mit sichtbaren Anschlüssen

Vor dem Umbau wird die originale Thetford-Toilette vollständig ausgebaut. Die vorhandene Silikondichtung wird sauber getrennt, damit die Fläche anschließend für den Einbau der BioTioo vorbereitet werden kann.

Den Einbau hat mir ein befreundeter Handwerker geholfen.

Er hat die BioTioo fest im Schwenkbad verbaut.

Das Ganze hat einen Nachmittag gedauert.

Was mir dabei positiv aufgefallen ist: Die Bauweise ist wirklich simpel.

Alles ist so konstruiert, dass man überall gut rankommt und wenig schiefgehen kann.

Weniger Teile, weniger Wartung, weniger potenzielle Problemstellen.

Adria Twin vor dem Reisestart auf einer Einfahrt

Der Reisestart mit der BioTioo: Zwei Monate bis Barcelona und zurück

Ich bin am 14. Januar in Lauterstein losgefahren.

Über Freiburg und Mulhouse ging es zunächst ins Elsass, wo ich zwei Nächte auf einem kleinen Stellplatz bei Colmar verbracht habe.

Von dort weiter durch Frankreich, über Lyon und die Rhône hinunter Richtung Süden. In Montpellier habe ich drei Tage Pause gemacht.

Dann weiter über Perpignan und Figueres nach Barcelona, wo ich Mitte Februar angekommen bin.

In Barcelona bin ich insgesamt fast drei Wochen geblieben. Stellplätze in Sitges, Castelldefels und oben in Montjuïc.

Einmal eine Woche komplett autark an einem ruhigen Platz oberhalb von Garraf, direkt an der Küste.

Den Rückweg bin ich dann über die französische Seite gefahren, über Narbonne und Toulouse, dann hoch durch das Zentralmassiv und über Clermont-Ferrand und Strasbourg zurück nach Hause.

Insgesamt 6.200 Kilometer, 58 Nächte im Adria Twin, davon 41 Nächte komplett autark ohne Campingplatz.

Fachwerkstadt am Kanal im Elsass

Die ersten Tage: Colmar

Ich gebe ehrlich zu: Die ersten zwei, drei Toilettengänge waren gewöhnungsbedürftig.

Nicht weil irgendetwas nicht funktioniert hatte, sondern weil es einfach ein komplett anderes System ist als die Kassettentoilette, die ich jahrelang benutzt hatte.

Bei der Kassettentoilette drückt man auf den Spülknopf und alles verschwindet.

Bei der BioTioo gibt es keine Spülung im klassischen Sinne. Nach dem großen Geschäft kurbelt man ein paar Mal.

Das Rührwerk im Feststoffbehälter vermischt den Feststoff dabei gründlich mit den Kokosfasern.

Die Fasern wirken wie ein Schwamm: Sie entziehen die Feuchtigkeit und binden den Inhalt.

Gleichzeitig wird durch das Auflockern die Oberfläche vergrößert, sodass der Lüfter die Restfeuchtigkeit nach außen abtransportieren kann.

Das ist der Grund, warum es nicht riecht. Nicht Chemie, nicht Streu, sondern ein physikalischer Trocknungsprozess.

Das war anfangs ungewohnt.

Aber schon nach dem dritten oder vierten Mal war es völlig normal.

Man kurbelt drei, vier Umdrehungen, und wenn man den Deckel danach wieder aufmacht, sieht man nur noch feuchte Erde.

Kein unangenehmer Anblick, kein Geruch. Nur Erde.

Feststoffbehälter der BioTioo mit Kokosfasern und Rührwerk

Der Feststoffbehälter unserer BioTioo nach ca. einer Woche unterwegs, aufgenommen in Montpellier. Sieht aus wie Erde aus dem Wald. Riecht auch so.

Was mich wirklich überrascht hat, und ich meine wirklich überrascht:

Es riecht nicht.

Ich hatte das in den Bewertungen gelesen und in meinem Recherche-Artikel auch so beschrieben, aber im Hinterkopf hatte ich immer noch den Gedanken:

Das kann doch nicht sein, irgendwann muss es doch anfangen zu riechen.

In Colmar, bei meinen ersten beiden Nächten, habe ich morgens bewusst darauf geachtet. Tür auf, reingerochen. Nichts.

Nur die normale Luft im Camper...

Auch beim Urin kommt nichts durch. Der Smell X Geruchsverschluss am Kanister verhindert, dass Gerüche nach oben steigen.

Bei anderen Systemen wird der Urin oft nur durch eine einfache Membran abgedeckt.

Hier sitzt ein richtiger Verschluss.

Selbst nach drei Tagen, wenn der Kanister schon halb voll ist, riecht man nichts.

In diesem Moment wusste ich:

Die Entscheidung war richtig.

Nach zwei Jahren Recherche, nach all dem Vergleichen und Abwägen, stand ich in Colmar in meinem Adria Twin und war einfach nur erleichtert.

Es funktioniert.

Genau so, wie es beschrieben wurde.

Autobahn bei Lyon mit Richtungsschildern nach Paris und Lyon

Irgendwo zwischen Lyon und Valence: Die erste Entleerung des Urinkanisters

Die erste Entleerung kam, wie ich es mir vorgestellt hatte: nicht eingeplant, einfach unterwegs.

Ich war auf der Autoroute du Soleil, kurz hinter Lyon, hab an einer Raststätte gestoppt – Kaffee, kurz die Beine vertreten.

Den Kanister hatte ich vorher rausgenommen.

Smell-X-Verschluss ab, auf der öffentlichen Toilette ausgekippt, einmal mit Wasser durchgespült, wieder rein.

Vielleicht vier Minuten.

Das war für mich der Moment, in dem ich gemerkt habe, was Autarkie wirklich heißt: Ich brauche keinen Campingplatz mehr für so etwas.

Keinen Ver- und Entsorger, keine Wartezeit, keine Umwege.

Eine ganz normale Raststätte reicht.

Was ich mir angewöhnt habe: Bei jeder Spülung des vorderen Bereichs gebe ich einen Schuss verdünnte Essigessenz dazu.

Hält den Ammoniakgeruch weg und den Ablauf sauber.

Kleine Flasche steht immer neben der Toilette.

Kostet nichts, macht aber einen spürbaren Unterschied.

Adria Twin von hinten auf einem Stellplatz unter Bäumen

Montpellier: Der erste richtige Test

In Montpellier habe ich drei Tage auf einem Stellplatz gestanden, ohne Zugang zu einer Entsorgungsstation.

Das war der erste Moment, in dem ich gemerkt habe, wie anders sich Autarkie mit einer Komposttoilette anfühlt.

Mit meiner alten Kassettentoilette kenne ich genau dieses Szenario.

Man steht an einem schönen Platz, fühlt sich gerade erst angekommen, und dann fängt es im Hinterkopf an zu arbeiten. Die Kassette wird voll.

Der Geruch wird stärker. Irgendwann packt man zusammen und fährt zur nächsten Entsorgungsstation, steht dort an, schleppt die Kassette, fährt zurück.

Und manchmal ist der schöne Platz danach belegt.

Das ist mir mehr als einmal passiert.

Mit der BioTioo hatte ich diesen Gedanken in Montpellier nicht ein einziges Mal.

Kein Geruch, kein Stress, kein Zeitdruck. Ich bin einfach geblieben.

Und am dritten Tag habe ich beschlossen, noch einen vierten dranzuhängen, einfach weil ich es konnte.

Es ist ein subtiler Unterschied, aber er verändert das Reisegefühl grundlegend.

Man denkt nicht mehr über die Toilette nach.

Sie ist einfach da und funktioniert.

Und genau das wollte ich.

Blick über Barcelona mit bunten Gebäuden und Stadtpanorama

Barcelona: Drei Wochen, davon eine Woche komplett autark

In Barcelona habe ich verschiedene Stellplätze ausprobiert.

Sitges, Castelldefels und ein Platz oberhalb von Garraf, direkt an der Küste, mit Blick aufs Meer.

In Garraf bin ich eine ganze Woche geblieben. Der Platz lag oberhalb der Küste, ein schmaler Schotterweg führte hin, links Pinien, rechts das Meer.

Kein Campingplatz, keine Infrastruktur, kein anderer Camper in Sichtweite.

Nur ich, der Twin und die Küste.

Was ich vorher nie hatte: keinen Grund, weiterzufahren.

Aus den geplanten zwei Tagen wurden vier, dann eine ganze Woche.

Mit der Kassettentoilette wäre ich spätestens am dritten Morgen losgefahren, um irgendwo zu entsorgen.

Diesmal nicht. Morgens Kaffee, abends den Sonnenuntergang, dazwischen Lesen, Spazierengehen, manchmal nichts.

Ich habe in dieser Woche kein einziges Mal an die Toilette gedacht.

Und genau das war der Punkt, an dem mir klar wurde, dass dieses System für mich funktioniert.

Feststoffbehälter der BioTioo mit Kokosfasern nach mehreren Wochen Nutzung

Die Erste Entleerung

Am Ende dieser Woche in Garraf habe ich dann zum ersten Mal den Feststoffbehälter geleert. Nach fast knapp vier Wochen Nutzung.

Nicht weil es gerochen hätte, sondern weil die Kurbel spürbar schwergängiger wurde.

Das war für mich einfach das Signal, dass es Zeit ist.

Was mich dabei wirklich beeindruckt hat:

Der Geruch blieb auch nach vier Wochen komplett aus.

Als ich den Behälter aufgemacht habe, sah der Inhalt aus wie dunkle Walderde und roch auch genau so.

Kein beißender Geruch, nichts Unangenehmes.

Einfach nur Erde.

Die Entleerung war unkompliziert. Kurbel abnehmen, Behälter rausheben, Inhalt in einen Müllsack umfüllen, zuknoten.

Dann frische Kokosfasern einfüllen, fertig.

Der ganze Vorgang hat vielleicht 10 Minuten gedauert.

Vier Wochen tägliche Nutzung bis zur ersten Entleerung.

Mit meiner alten Kassettentoilette hätte ich in derselben Zeit mindestens 10 Mal entleeren müssen.

Die Temperaturen in Barcelona lagen im Februar zwischen 8 und 18 Grad.

Nicht extrem, aber warm genug, dass eine Kassettentoilette schon anfangen würde, unangenehm zu riechen.

Die BioTioo hat in dieser gesamten Zeit keinen einzigen Geruch entwickelt.

Eine Frage, die in den Foren immer wieder kommt: Braucht man den Lüfter überhaupt?

Ich habe meine BioTioo mit Lüfter bestellt und kann nach zwei Monaten sagen: Ja, würde ich wieder so machen.

Er transportiert die Feuchtigkeit aus dem Feststoffbehälter nach außen und sorgt dafür, dass die Masse nicht zu feucht wird. Genau das ist der Grund, warum auch nach Wochen nichts riecht.

Was man wissen muss: Für den Lüfter braucht es ein kleines Loch nach außen, ähnlich wie beim SOG-System.

Wer schon mal eines verbaut hat, kennt das. Wer noch nie selbst gebohrt hat, sollte sich einen Ausbauer dazuholen – das ist nichts, was schiefgehen muss, aber sauber gemacht werden sollte.

Das Lüfter-Kit kostet rund 200 Euro extra. Klingt erstmal nicht wenig, hat sich für mich aber schon nach den ersten Wochen relativiert – einfach weil das ganze System ohne dieses Bauteil nicht denselben Komfort hat.

Hörbar ist der Lüfter im laufenden Betrieb kaum. Wenn der Deckel der Toilette geschlossen ist, höre ich im Camper überhaupt nichts mehr von ihm.

Und praktisch: Man kann ihn komplett aus- und einschalten oder auf einen Intervallmodus stellen.

Nachts läuft er bei mir meistens auf Intervall – einfach weil ich es leise mag, wenn ich im Camper schlafe.

BioTioo Gehäuse in Edelstahl und weißer Ausführung

Ein Punkt, den ich ansprechen möchte, weil er in Foren immer wieder kommt: die Optik.

Ich kann die Kritik nachvollziehen. Wer eine BioTioo zum ersten Mal sieht, denkt erstmal eher an Werkstatt als an Campingbad – die ursprüngliche Edelstahl-Variante ist funktional, nicht hübsch.

Genau deshalb hatte ich anfangs zur weißen, lackierten Ausführung gegriffen.

Die fügt sich optisch deutlich besser ins Schwenkbad meines Adria Twin ein, sieht wertiger aus, fühlt sich näher an einer „normalen" Toilette an.

Was ich dabei nicht auf dem Schirm hatte, bis mir ein Freund den Tipp gegeben hat, der schon länger mit Komposttoilette unterwegs ist:

Edelstahl hat im Langzeitbetrieb ein paar handfeste Vorteile.

Keine Poren, in denen sich Bakterien oder Gerüche festsetzen, robuster im Alltag, und nach Jahren noch wie am ersten Tag.

Im Nachhinein verstehe ich, warum er mir dazu geraten hat.

Am Ende muss eine Toilette im Camper vor allem eines: zuverlässig funktionieren.

Eine, die gut aussieht aber nach einem heißen Sommer anfängt zu riechen, bringt mir nichts.

Eine, die langfristig sauber bleibt, schon.

Leerer Feststoffbehälter der BioTioo mit Rührwerk

Die Reinigung der BioTioo

Ein Punkt, der mich bei meiner alten Kassettentoilette immer genervt hat:

Die Reinigung...

Kassette rausnehmen, Chemie entsorgen, alles schrubben, Spülung nachfüllen, Chemie nachfüllen.

Bei der BioTioo sieht das ganz anders aus.

Es gibt keine verwinkelten Ecken, keine Schläuche, keine Schieber, in denen sich irgendetwas festsetzen könnte.

Ich sprühe die Oberflächen mit einem verdünnten Universalreiniger ab und wische sie mit einem Tuch sauber. Fertig.

Den Urinkanister spüle ich nach jeder Entleerung einmal mit Wasser durch.

Der Feststoffbehälter wird nicht gereinigt, das wäre sogar kontraproduktiv, weil man dabei die Bakterien zerstören würde, die für den Kompostierprozess wichtig sind.

Nach der Entleerung lasse ich einfach ein paar Reste im Behälter und gebe die frischen Kokosfasern darauf.

Müllbeutel im Wald als Symbolbild für Entsorgung unterwegs

Ein wichtiges Thema für mich: Nachhaltigkeit

Bei der Recherche hatte ich gehofft, mit einer Trenntoilette dieses Problem loszuwerden.

Was mir dabei aufgefallen ist: Viele klassische Trenntoiletten arbeiten mit Beutelsystemen – also Plastiktüten, die regelmäßig im Restmüll landen.

Für jemanden, dem Nachhaltigkeit wichtig ist, fühlt sich das auch nicht ganz rund an.

Für andere ist genau dieses System aber genau richtig: einfach, günstig, ohne Lüfter und ohne Bohren.

BioTioo bietet das selbst als Basic-Variante an, und ich verstehe, warum manche Reisende das bevorzugen.

Für mich, mit langen autarken Strecken und mehreren Wochen ohne Entsorgungsmöglichkeit, war die kompostbasierte Version mit Kokosfaser die richtige Wahl.

Haushaltsbuch mit Reisekosten als Symbol für laufende Kosten

Was kostet das Ganze unterm Strich?

Die BioTioo ist keine Spontananschaffung. Die weiße Variante mit Lüfter ohne Motor liegt bei ca. 1349€.

Im direkten Vergleich zu meiner alten Kassettentoilette ist das natürlich erstmal ein Sprung.

Was sich für mich relativiert hat: Die laufenden Kosten der Kassette – Chemie, Entsorgungsgebühren auf Campingplätzen, ab und zu Ersatzteile – haben sich über die Jahre ordentlich summiert, ohne dass ich das je richtig durchgerechnet hatte.

Bei der BioTioo brauche ich pro etwa 30 Toilettengänge ein Faserpaket für rund 5 Euro. Mehr nicht.

Keine Chemie, keine Zusatzstoffe, keine Entsorgungsgebühren.

Aber was für mich mehr zählt als die reine Rechnung:

Ich denke unterwegs nicht mehr über die Toilette nach.

Kein Mitzählen, wie viele Tage die Kassette noch hält. Keine Routenplanung um Entsorgungsstationen herum.

Kein mulmiges Gefühl, wenn ich einen schönen Stellplatz finde, an dem ich eigentlich länger bleiben würde.

Ich stehe einfach da, wo es mir gefällt. Solange ich will.

Anja im Camperbad mit Tasse neben der BioTioo

Mein Fazit nach 58 Nächten und 6.200 Kilometern

Ich bin mit einer theoretischen Überzeugung losgefahren und mit einer praktischen zurückgekommen.

Die BioTioo hat über zwei Monate genau das geliefert, was ich mir nach der Recherche erhofft hatte:

keine Gerüche, keine Routenplanung um Entsorgungsstationen, keine Chemie.

Und vor allem: keinen Kopf voller Logistikfragen, wenn ich morgens aufgewacht bin.

41 Nächte komplett autark.

Den Feststoffbehälter zweimal entleert.

Den Urinkanister regelmäßig, jedes Mal in wenigen Minuten.

Was ich mitnehme aus dieser Reise, ist weniger eine Liste von Produktargumenten, mehr ein Gefühl. Garraf, oberhalb der Küste, eine Woche allein mit dem Twin.

Morgens Kaffee, abends das Meer, dazwischen nichts, woran ich denken musste.

Das war der Unterschied.

Ob ich wieder zu einer Chemietoilette zurück würde? Nein.

Ob ich auf ein klassisches Beutelsystem umsteigen würde? Auch nicht – wobei ich verstehe, warum das für manche die richtige Wahl ist, und BioTioo bietet das ja als günstigere Variante selbst an.

Für meine Art zu reisen ist die kompostbasierte Version mit Kokosfaser die richtige.

Den Sommertest mit dem optionalen Elektromotor schreibe ich auf, sobald die ersten heißen Wochen rum sind.

Aber nach dem, was ich in den letzten zwei Monaten erlebt habe, mache ich mir ehrlich gesagt wenig Sorgen.

Eure Anja

Hier gehts zur BioTioo!

PS: Eine Sache, die mir keiner vorher gesagt hat:

Wenn du die Kokosfaser leicht angefeuchtet einfüllst statt staubtrocken, bindet der Behälter von Anfang an besser und du hast in den ersten Tagen noch weniger Geruch.

Klingt minimal, macht aber einen Unterschied.

Hab ich erst nach Wochen rausgefunden.